Apples AppStore – leider nur ein AppKiosk

Gestern öffnete Apple seinen „AppStore“, ein Online-Geschäft für Programme und Spiele für das Mac OS Betriebssystem.
In seiner jetzigen, allerersten Fassung ist der AppStore jedoch leider nur ein AppKiosk: Meist unbefriedigende Produktpräsentationen, funktional mangelhaft und mit vielen offenen Fragen bezüglich der Handhabung.

Wieder einmal könnte sich Apple mit diesem AppStore als „Markttreiber“ beweisen und eine ganze Branche mitziehen, wie es mit iPod, iTunes, iPhone und iPad bereits der Fall war und ist. Die Frage ist, ob der AppStore wirklich das Zeug dazu hat.

Nach ersten Tests und Testkäufen in den vergangen 20 Stunden wage ich eine erste Bilanz

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Tagesschau will NICHT unterhalten

„Wir wollen keine unterhaltsame Sendung machen.“ Das sagt Kai Gniffke, erster Chefredakteur von ARD-„aktuell“, über die von ihm verantwortete „Tagesschau“. In einem jüngst veröffentlichten Interview, geführt anlässlich der 20.000 Tagesschau-Sendung, will die „Tagesspiegel“-Medienredakteurin von Gniffke wissen, ob die Tagesschau nicht auch mal „Spaß“ vertrage, Stichwort „Gurkenlaster-Unfall“ von Daniel Küblböck (den auch die Tagesschau 2004 meldete). Darauf antwortet Gniffke, dass er, falls jemandem wie Dieter Bohlen so ein Unfall passieren würde, „den Bohlen machen würde“. Weil die meisten Menschen am nächsten Tag darüber reden würden, und dem müsse sich die Tagesschau beugen.

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Lieben Japaner die „Tagesschau-App“?

Heute morgen, beim Herunterladen der „Tagesschau-App“: Ich gebe im Suchfeld des iTunes-Stores „Tagesschau“ ein und erhalte prompt die richtigen Ergebnisse. Service-freundlich, wie der iTunes-App-Store sich gerne gibt, empfiehlt mir das integrierte „Ping“-System auch „Leute“, für die ich mich interessieren könnte. (Siehe folgende Abbildungen).
Beim genaueren Hinsehen entdecke ich, dass vier der fünf Leute japanische Namen tragen.
Zwei der genannten „Leute“ mögen „Alternative, Reggae, Rock“ und „J-Pop, Anime, Rock“. Schön und gut, aber wo ist der Zusammenhang zur Tagesschau-App?

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Weichenstörung

„Wort-des-Jahres“-Redaktionen und Sprach-Forscher, aufgemerkt:
Ihr glaubt „Wikileaks“ sei der Favorit für das Jahr 2010?
Lächerlich!
Am „Rettungsschirm“ käme man bei der diesjährigen Wahl nicht vorbei?
Erbärmlich!
Die „Aschewolke“ des isländisches Vulkans, „Eyjafjallajökull“, die den Himmel über Europa verdunkelte ruhig stellte, sei eine heisse Anwärterin?
Drittklassig!

Mit großem Abstand fährt ja wohl ein einziges Wort voran: Weichenstörung

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Seiten statt Bücher

ie Online-Bücher-Plattform PaperC arbeitet seit rund zwei Jahren an der „iTune“-isierung des Verlagswesens: Kunden müssen bei PaperC nicht ein komplettes Fachbuch kaufen sondern können beliebig viele und beliebig kleine Teilmengen erwerben, zum Einheits-Stückpreis von 10 Cent pro Seite.

Diese nahe liegende, und doch – zumindest für das träge deutsche Buchwesen – recht kühne Idee, brachten die drei jungen PaperC-Gründer Felix Hofmann, Lukas Rieder und Martin Fröhlich tatsächlich durch: Ihr mit derzeit über 7.700 Fachbüchern aufwartendes Portal gedeiht und etabliert sich – auch international.
Wie Ihnen dieses „Paradigmen auf den Kopf stellen“ bei den Verlagen gelang und wo sie ihr mehrfach prämiertes PaperC-Konzept in Zukunft positioniert sehen, davon erzählt ein im Spätsommer diesen Jahres entstandener Artikel von mir. Das Porträt über PaperC und seine Köpfe ist ein Beitrag des „Annual Multimedia 2011“. Das seit 1996 erscheinende und damit zum fünfzehnten Mal erscheinende Jahrbuch – zu dem ich seit1996 jährlich einen Artikel beisteuere – ist seit kurzem erhältlich.

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VideoEinspielerHalbPlaybackLiveKonzert

Also, ich weiss nicht recht, was ich davon halten soll. Da spielt, während einer großen Gala-Veranstaltung in einem großen Saal in Berlin eine siebenköpfige Band. Sie groovt sich unauffällig durch den, für solche Abende mittlerweile stereotypischen, gleichwohl angemessenen und angenehmen Soul-Jazz-Pop à la Sade, Crusaders und Alicia Keys. Na schön.
Doch nur vier Musiker spielen wirklich Live, während die anderen drei auf drei riesigen Monitoren agieren: Den Tastenmann, den Stehbassisten und den Schlagzeuger fährt die Technik als Video ab. Jeder ist vor neutralem schwarzen Hintergrund gefilmt, perfekt ausgeleuchtet und ebenso gut klangtechnisch „abgenommen“. Bilder und Sound sind glasklar, und durch die Ausmaße der drei Monitore – etwa 1,50 Meter hoch und 1,00 Meter breit – erscheint die Studio-Rhythmusgruppe quasi in Lebensgröße, irgendwie nah und nahe an „real.“

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