Unter dem Titel „Fallstricke des Urheberrechts aus europäischer Perspektive“ findet während der BESSER ONLINE 2015  – Konferenz des deutschen journalisten Verbandes (djv) am 19.9.2015 ein Panel statt, das ich moderieren werde.

Logo_webIn der Kurzbeschreibung zum Panel heisst es: „EU-Kommissar Günther Oettinger plant eine Harmonisierung des Urheberrechts … die Pläne beeinflussen nicht nur das Panoramarecht, sondern am Ende auch das Verwertungsrecht. Damit kommt es zu einem Spannungsfeld zwischen Rechteinhabern und Internetnutzern. Welche Auswirkungen hat das geplante Recht auf die Arbeit von Journalisten? Welche Fallstricke entstehen für Internetnutzer? Und wie realistisch ist die Umsetzung überhaupt auf europäischer Ebene?“

Diese und weitere Fragen erörtere ich mit Dr. Anja Zimmer vom DJV Nordrhein-Westfalen sowie Medienrechtsanwalt Thomas Stadler von der Kanzlei Freising, Internetlaw.de.

Den Verlauf der EU-Urheberrechtsdebatten, die zuletzt (am 9. Juli) in einer Vorlage des Europäischen Parlaments an die EU-Kommission mündeten, verfolgt iRights.info seit Jahren kontinuierlich, zuletzt berichtete ich darüber: EU-Parlament verabschiedet Reda-Bericht: Panoramafreiheit bleibt, Leistungsschutz draußen.

Das Besser Online-Panel findet statt am

am 19.9.2015 um 11.15 Uhr im Raum 3 des Komed in Köln.

Mehr Infos zur Konferenz: Besser Online 2015

 

Heinz Fischer-Heidlberger ist Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten. Im Interview spricht er über Maßnahmen und Handlungsspielraum der KEF, unprüfbare Verträge, Gebührenüberschüsse und die Höhe des Rundfunkbeitrags.

Herr Fischer-Heidlberger, die KEF wird häufig als „oberster Hüter der öffentlich-rechtlichen Ausgaben“ umschrieben. Würden Sie dem zustimmen oder hat die von Ihnen geleitete Kommission Kompetenzen, die über das „Hüten“ hinausgehen?

Heinz Fischer-Heidlberger: „Der oberste Hüter der öffentlich-rechtlichen Ausgaben“, das lese ich auch immer wieder. Eine solche Bezeichnung steht eher für eine Kontrollbehörde wie einen Rechnungshof. Ich bin auch Präsident des Rechnungshofs in Bayern, die KEF hat aber eine andere Aufgabe und ist eben keine Kontrollbehörde. Wir ermitteln den finanziellen Bedarf der öffentlich-rechtlichen Anstalten für jeweils vier Jahre im Voraus. Diesen Bedarf melden die Anstalten bei uns an, die ARD als Gesamtheit, das ZDF und das Deutschlandradio. Wir prüfen diese Bedarfsmeldungen erstens darauf, ob sie plausibel sind und zweitens, ob sie auch den Vorgaben und Maßstäben entsprechen, wie sie die Länder als Gesetzgeber dafür festgelegt haben.

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Porträt-Andreas-Treske-Foto-Mehmet-Çeliksan-100x100Video bedeutet nicht nur Unterhaltung oder Medienkunst, sondern ist heute überall. Mit bewegten Bildern können wir steuern und kontrollieren, sie umgeben uns und wir liefern uns ihnen aus, sagt der Filmemacher und Medienkünstler Andreas Treske. 

Treske lehrt Medienkunst in Ankara und ist Autor des neuen Buches „Video Theory“, über das ich mit ihm für iRights.info sprach.

iRights.info: In Ihrem Buch schreiben Sie, Videos würden immer mehr in den Alltag eindringen. Können Sie dafür Beispiele nennen?

Andreas Treske: In viele moderne Autos lässt sich eine nach hinten gerichtete Kamera einbauen. Das hat offensichtlich Vorteile, das Parken wird einfacher. Doch wenn man die Kamera mit weiteren Sensoren kombiniert, wird das Einparken nicht nur vereinfacht, sondern auch automatisiert. Ist das Auto zudem vernetzt, lassen sich ebenso einfach die Bilder und Daten der Sensoren übertragen.

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Wer seine E-Mail-Adresse bei Posteo registriert, bekommt ein anonymes Postfach, verschlüsselte E-Mail-Kommunikation – und keine Werbung. Im Interview spricht Posteo-Chef Patrik Löhr über Nachhaltigkeit, Verschlüsselung, Datensparsamkeit und die Transparenzberichte von Posteo.

Herr Löhr, Ihr Unternehmen Posteo bietet seit über fünf Jahren E-Mail-Dienste, für die man weder Namen noch Adresse angeben muss, zudem verschlüsseln Sie bei Bedarf die Mails in den Postfächern. Wieso halten Sie Anonymisierung und Verschlüsselung der E-Mail-Kommunikation für notwendig?

Patrik Löhr: Unsere Services sind ein Angebot für diejenigen, die mehr wollen: mehr Anonymität, mehr Sicherheit, mehr Nachhaltigkeit. Ganz wichtig zu wissen ist dabei aber, dass das Anlegen eines anonymen E-Mail-Postfachs im Telekommunikationsgesetz fest verankert ist. Dort gilt für E-Mail-Anbieter: wer bestimmte Daten nicht benötigt, wie Name, Geburtsdatum, Adresse, muss diese auch nicht erheben. Außerdem gibt es noch das Bundesdatenschutzgesetz, das besagt: Wer Dienste anbietet, sollte Benutzerdaten so sparsam wie möglich erheben. Unter anderem auf Grundlage dieser beiden Gesetze entwickeln wir unsere Angebote. Nicht zuletzt stellen wir ein mittlerweile recht großes Interesse vieler Verbraucher an Datenschutz fest, spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden. Die meisten E-Mail-Dienste sind das Gegenteil von anonym, da wollen die Anbieter so viel wie möglich über die Nutzer wissen. Denn für viele Firmen ist der E-Mail-Postfach-Benutzer nicht der eigentliche Kunde, sondern vielmehr sind es die werbetreibenden Unternehmen, die ihre Werbung platzieren und dafür sehr viel über die Nutzer wissen wollen.

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Foto: Magdaléna Tschmuck

Foto: Magdaléna Tschmuck

Welche Rolle spielen soziale Medien, Streamingdienste und die wachsende Macht der Verbraucher im heutigen Musikmarkt? Der Musikwirtschaftsforscher Peter Tschmuck erläutert mir im Interview für iRights.info, wie sich das Geschäft mit der Musik verändert. 

iRights.info: Verlieren die bisherigen Musikmittler ihre Funktion?

Peter Tschmuck: Ich würde sagen, sie haben sich neu erfunden. Die tradierten Plattenlabel haben viele neue und zusätzliche Funktionen übernommen: Sie bieten mittlerweile Künstlermanagement an und versuchen mit 360-Grad-Verträgen an den verschiedenen Einnahmequellen der Künstlerinnen und Künstler zu partizipieren. Zudem findet bei diesen Firmen derzeit ein Umbruch der Geschäftsmodelle statt in Richtung Rechteverwertung und Lizenzgeschäft, um ganze Kataloge auf einmal zu verkaufen, etwa an die Musikstreamingdienste.

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